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St. Urbanus Rhade

Seit mehr als 500 Jahren ist die St. Urbanus-Prarrkirche Mittelpunkt des Rhader Gemeindelebens. Bereits vor der Abpfarrung von Lembeck im Jahre 1489 stand inmitten der Bauernschaft Rhade eine kleine Kapelle. Sie bestand aus dem Chor und dem anschließenden Schiffsjoch. Eine kleine Sakristei schloss sich an der östlichen Chorwand an. Der Ursprung dieser Kapelle liegt im 13./14. Jahrhundert, ungefähr zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnuhg des Bauerndorfes Rhade im Jahre 1217.

Seit wann die Kapelle dem heiligen Urbanus geweiht war, ist nichtg schriftlich dokumentiert. Zunächst waren vermutlich die Apostelfürsten Peter und Paul bzw. der heilige Bonifatius Kirchenpatrone von Rhade. Später wurde sie dem heiligen Papst Urbanus V. (1362-1370) geweiht.

Von der einstigen Kapelle ist heute nichts mehr zu sehen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde dem Wachstum der Gemeide durch mehrere An-, Neu- und Erweiterungs-bauten Rechnung getragen.

Der Bau der heutigen Kirche wurde nach dem Abriss der bestehenden Kapelle im Jahre 1839 - Rhade hatte damals ca. 500 Einwohner - begonnen. Die Einweihung erfolgte 1841. Unter reger Mithilfe der Bevölkerung und durch viele Spendengelder finanziert, wurde die Kirche 1951 - Rhade war inzwischen auf  1400 Einwohner angewachsen - erweitert. Die Chorwand wurde abgebrochen, die Kirche nach Osten erweitert und an der Nordseite eine neue Sakristei angebaut. Die Zahl der Sitzplätze stieg auf 290 an. Im Jahre 1996 wurde der St. Urbanuskirche eine umfangreiche Innenrenovierung durchgeführt. Im Zuge dessen wurde die neue Orgelbühne im Turm errichtet, auf der dann 1998 eine neue Stockmann Orgel aufgebaut wurde.

Die ersten Glocken der St. Urbanuns-Kirche stammen aus dem Jahren 1723 und 1807. Im Zuge der Turmaufstockung im Jahre 1830 wurden sie durch drei neue Glocken ersetzt. Wie viele Glocken in Deutschland wurden auch diese drei Rhader Glocken im 1. und 2. Weltkrieg für die Waffenproduktion eingeschmolzen. Im Jahre 1922 wude das Geläut mit drei Stahlglocken bestückt. Ein elektisches Läutewerk erhielt die Kirche 1957.

(Quelle: Seelsorgeeinheit Dorsten-Nord - Mit der Hoffnung gemeinsam auf dem Weg)


St. Ewald Rhade

In den 60er- und 70er- Jahren wuchs Rhade vor allem in den Neubaugebieten "Am Stuvenberg" und "Kalter Bach". In der Pfarrgemeinde St. Urbanus kam deshalb der Wunsch nach eine zweiten Kirche in diesem Gebiet auf. Das Bistum Münster entsprach der Bitte und so entstand nach der Grundsteinlegung am 28.10.1975 "Am Stuvenberg" ein Kirchenzentrum, das neben einem Sakralbereich weitere Räume für unterschiedliche Aktivitäten in der Pfarrgemeinde bietet.

Im Oktober 1976 übergab der Architekt das neue Kirchenzentrum der St. Urbanus-Gemeinde. Domprobst  Dr. Johannes Weinand konsekrierte den Altar der Kirche. Das Kirchenzentrum erhielt auf Empfehlung des Pfarrgemeinerates den Namen St. Ewald, nach den Gebrüdern Ewaldi, die im 7. Jahrundert den Versuch unternahmen, das westliche Münserland zu missionieren und dabei den Märtyrertod starben. Anfang 1977 wurde St. Ewald mit Stühlen, Bänken und Tischen versehen. Außerdem wurde der noch fehlende Tabernakel aufgestellt. Zum Jahresbeginn 1978 wurde eine neue elektronische Orgel eingebaut.

(Quelle: Seelsorgeeinheit Dorsten-Nord - Mit der Hoffnung gemeinsam auf dem Weg)


Heilig Geist Kirche