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Josef Wessels schließt seine Tankstelle an der Lembecker Straße

Josef Wessels schließt seine Tankstelle an der Lembecker Straße

Josef Wessels schließt seine Tankstelle an der Lembecker Straße

Am heutigen Freitagmittag ist Schluss. Nach fast 40 Jahren schließt die Tankstelle von Josef Wessels an der Lembecker Straße. Der Kraftstoff fließt am Donnerstag noch, die Zapfsäulen laufen gegen Mittag bei einem Diesel-Literpreis von 1,43 Euro auf Hochtouren. Im kleinen Laden ist hingegen schon seit einiger Zeit Ausverkauf angesagt. Ein paar Mint-Bonbons, einige Packungen Auto-Pack-Weingummi, ein paar kleine Schnäpse. Gegenüber liegt noch Autozubehör. Das war’s dann. Einige Kunden verabschieden sich schon, der Großteil verspricht, am Freitag wiederzukommen.

Nicht viel Theater zum Abschied

Josef Wessels hat wie an jedem Tag seinen Blaumann an, den will er auch heute an seinem letzten Arbeitstag als Tankwart tragen. Alles andere wäre nicht authentisch. Irgendwann gegen Mittag werden die Mitarbeiter des Mineralölkonzerns kommen und die Zapfsäulen abdrehen. Danach soll es ein Gläschen Sekt geben. „Nicht viel Theater“, sagt Josef Wessels.

Gerne hätte der 65-Jährige noch ein Jährchen drangehängt, doch der Konzern vergibt nur Pachtverträge mit einer wesentlich längeren Laufzeit. Bei der Rhader Tankstelle war von fünf Jahren die Rede. „Dann wäre ich ja 70 Jahre alt. Das tue ich mir nicht mehr an. Irgendwann ist Schluss. Dann eben jetzt“, sagt er. Zumindest mit der Tankstelle. Der Betrieb in der direkt angrenzenden Werkstatt soll erst im Sommer eingestellt werden.

Keine Frage, 40 Jahre prägen. Wessels behauptet 5999 der 6000 Einwohner von Rhade persönlich zu kennen und sagt, dass 99 Prozent seiner Kunden Stammkunden sind. Er verschweigt dabei nicht, dass es die Kundschaft nicht immer einfach mit ihm gehabt hat. „Na gut. Ein bisschen knurrig bin ich ja schon manchmal. Das gebe ich zu“, sagt er.

Es ist viel geklönt worden, es ist viel gelacht worden, manchmal wurde auch geweint. „Für mich persönlich waren es 40 sehr abwechslungsreiche Jahre mit vielen Höhen, leider auch mit Tiefen“, erklärt Josef Wessels. Auf die Frage nach einer besonders schönen Erinnerung antwortet Wessels: „Die gibt es nicht. Hier ist immer was los gewesen. Jeden Tag.“ Ein Stammkunde, der gerade seine Tankrechnung bezahlt, schaut herüber und nickt zustimmend.

Hannelore Zychlinski ist seit sieben Jahren als Aushilfe angestellt, sie hat es am Donnerstag eilig. Als der Chef sie bittet, noch fünf Minuten länger zu machen, antwortet sie: „Ich kündige.“ Josef Wessels: „Einverstanden, Aber erst Freitag.“


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