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Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden (können) - Teil 1 - Teil 2

Engagierte Bürger wollen Erfolge sehen - Verwaltung zeigt Grenzen auf
Biergarten, Fußball-WM oder Besuch des Rhader Bürgerforums? Wären vorher Wetten abgeschlossen worden, hätte bei dem andauernden Hochsommerwetter der Biergarten sicherlich gewonnen.

Überrascht waren aber nicht nur das Team des Bürgerforums, das wieder hervorragend vorbereitet war und mit Wilhelm Loick den souveränen Moderator stellte, sondern auch die zahlreich erschienenen Besucher, dass die Zukunft des eigenen Wohnumfeldes motivierte, dabei zu sein. 2 Stunden Information und engagierte Diskussion bewiesen nachdrücklich, dass etwas getan werden muss.

„Seit Jahren werden viele gute Ideen geboren, die praktische Umsetzung tendiert gegen Null“, so eine Stellungnahme, die den Nerv der Zuhörer bestens traf. Der Ablauf in Kurzform:

  • Wilhelm Loick berichtete, unterstützt von einigen Fotos, vom Sternlauf, an dem am Tag zuvor viele Rhader teilgenommen haben. Die Botschaft, dass Rhade ein Teil des Ganzen ist, aber mehr Aufmerksamkeit vom Stadtzentrum wünscht, ist angekommen.
  • Burkhard Averkamp, Sprecher des Arbeitskreises Rhader Rahmenplan, präsentierte ein erstes Ergebnis, nämlich die Genehmigung und Förderung einer Radwegeverbindung aus dem Rhader Norden (100-Schlösser-Route) zur Römer-Lippe-Route bis zum Hervester Bruch. Eine Schutzhütte auf Rhader Gebiet wird mit Infotafeln dafür werben, mal eine Pause einzulegen und die Gastlichkeit unseres Dorfes zu genießen.
  • Um die Verkehrssicherheit vor Ort zu verbessern, wurde vom Arbeitskreis auch eine Radwegeachse, die parallel zur Lembecker- und Erler Straße überwiegend dem Schlehenweg folgt, der Verwaltung zur Umsetzung vorgeschlagen. Grundsätzlich befürwortet die Verwaltung diesen Vorschlag, so Holger Lohse, Chefplaner im Rathaus. Erste Maßnahmen werden in Kürze in Angriff genommen.
  • Klar und unmissverständlich zeigte Johannes Loick auf, dass die Lembecker Straße ein Sicherheitsrisiko sei. „Nicht erst seit heute“, ergänzt ein Zuhörer. Ein Gespräch, das vor einigen Tagen im Rathaus stattgefunden hat, Teilnehmer waren Mitglieder des Arbeitskreises und die Verwaltungsspitze, darf als Einstieg in eine intensive Zusammenarbeit gewertet werden. So wird es einen gemeinsamen Ortstermin mit den Stadtplanern, dem Ordnungsamt und dem Arbeitskreis geben.
  • Um erste Maßnahmen „abzusichern“, wird es noch vor den Sommerferien eine umfangreiche Verkehrszählung in Rhade geben, die der Kreis RE durchführt.
  • Holger Lohse, Dezernent im Rathaus widersprach dem aufkommenden Eindruck, dass nichts geschehe. Er warb eindringlich, die Zusammenarbeit zu intensivieren, um auch gegenüber dem Kreis, der „Betreiber“ der Lembecker- und Erler Straße ist, argumentativ zu überzeugen. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass die Stadt Dorsten wegen ihrer hohen Verschuldung eine Verpflichtung eingehen musste, intensiv zu sparen.
  • Kritische Anmerkungen kamen auch aus der Mitte der Bürger. In Erinnerung bleibt sicherlich, dass nicht nur in die „MITTE Dorsten“ investiert werden darf, auf dringende Verbesserungen wird auch in Rhade gewartet.


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