Dorstener Norden. Nach dem Zusammenschluss der fünf katholischen Gemeinden im Dorstener Norden zu einer Seelsorgeeinheit trafen sich nun Seelsorger, Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte mit der Bistumsleitung. Das Gespräch mit Weihbischof Dieter Geerlings, Generalvikar Norbert Kleyboldt sowie Wilfried Renk im Rhader Carola-Martius-Haus über den weiteren Prozess sei konstruktiv und gut gewesen, berichten Teilnehmer.
Eine spätere Fusion sei dabei kein Thema gewesen, vielmehr sei es darum gegangen, wie die Zusammenarbeit der eigenständigen Gemeinden ausgebaut werden könne.
Weihbischof Geerlings betonte, dass er einen sehr positiven Eindruck von der Zusammenarbeit gewonnen habe: „Die Gründungsfeier am 17. Juli im Park von Schloss Lembeck hat gezeigt, dass Sie zusammenarbeiten wollen und auch gemeinschaftlich etwas Beeindruckendes auf die Beine gestellt haben.“ Generalvikar Kleyboldt ermunterte, diesen Weg weiterzugehen. Die Bistumsleitung zeigte sich damit einverstanden, dass bis zu den Wahlen 2013 die Pfarrgemeinderäte bestehen bleiben und darüber hinaus ein Seelsorgerat für die Einheit tätig ist. Hier wollen die Gemeinden nun klären, welche Aufgaben auf der „großen“ Ebene angesiedelt werden und welche auf Pfarreiebene bestehen bleiben sollen. 2013 sollen dann die Gläubigen einen Rat der Seelsorgeeinheit sowie vor Ort in den Pfarreien Gemeinderäte wählen. Die Kirchenvorstände bleiben eigenständig, Kooperation werde aber angestrebt, wo es sinnvoll sei. Pfarrer Alfred Voss erklärte, dass man auch bei den Seelsorgern nun zeitnah eine Zuordnung zu Gemeinden und Aufgabenbereichen anstrebe.
Falls von den Gemeinden gewünscht, bot das Bistum Hilfe bei der weiteren Ausgestaltung der Seelsorgeeinheit an. „Deutlich wurde, dass es allen Seiten um die Sache geht. Spannungen waren nicht mehr zu spüren“, sagte ein Teilnehmer abschließend.